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Sommer 2026 im Studio: KI-Importer, Videopanels und das Werkarchiv

Vier Monate, viele Releases: Drehbücher oder fertige Seiten per KI importieren, Videopanels, Comic-Sprechblasen mit Stilkaskade, eine Lokalisierungswerkstatt, die Übersetzungen zurück ins Werk schreibt, Lesetrichter mit Klick-Heatmaps, Stripe-Auszahlungen und portable Werkarchive auf Basis von Schema 1.5.
Zwischen Mitte Mai und Mitte September ist aus dem funktional vollständigen Editor ein Studio geworden, mit dem unsere ersten Creators heute live arbeiten. Wir gehen durch, was neu ist – ungefähr in der Reihenfolge, in der es dir beim Bauen eines Werks begegnet. Alles hier ist heute in der geschlossenen Beta verfügbar.
Mit einem Skript oder fertigen Seiten starten
Zwei neue Importer ersparen dir den Start vor dem leeren Blatt. Der Fountain-Importer liest ein Drehbuch ein, und eine KI schlägt Kapitel, Szenen, Panels und Dialoge vor. Du korrigierst den Vorschlag in einem Strukturbaum, danach verteilt ein Layout-Durchlauf die Sprechblasen auf erste Entwurfsseiten. Heraus kommt ein echtes, bearbeitbares Werk, keine Vorschau.
Der Seiten-Import geht den umgekehrten Weg: Du ziehst fertige Seitenbilder hinein, und ein Bilderkennungsmodell findet die Panels und ihre Lesereihenfolge. Du prüfst jeden Schnitt und korrigierst, was danebenging. Dann schneidet der Importer jedes Panel als randloses Asset aus und baut die Seiten im Format deiner Wahl neu auf. Optionales KI-Upscaling läuft über ein Guthaben, das du siehst, bevor du dich festlegst.
Beide Importer zählen gegen ein monatliches KI-Kontingent, lassen sich nach einer Unterbrechung fortsetzen und bringen dich am Ende per Deep Link direkt in den Editor.
Videopanels und eine Sprechblasen-Engine mit Stilkaskade
Mit Schema 1.1 kamen Videoebenen: mit Wiedergabe- und Startmodi, Loops, Ping-Pong-Wiedergabe (die rückwärts laufenden Varianten erzeugt der Transcode-Worker) und Posterframes. Der Editor zeigt Videos direkt in der Vorschau, und der Abspielkopf der Timeline steuert die Wiedergabe. Im Player laufen Videos in der Seitenansicht nacheinander ab, und sobald ein Medium endet, wird automatisch weitergeblättert.
Sprechblasen rendert jetzt dieselbe ComicBalloon-Engine wie im Player – mit neun Sprechblasentypen, darunter der eckige Erzählerkasten. Der Stil greift als Kaskade: vom Standard des Werks über die Einstellung pro Figur bis zur einzelnen Sprechblase. Schema 1.3 ergänzt wiederverwendbare Textstile und Sprechblasen-Presets, die du per Namen aufrufst. Ein Klick setzt eine Sprechblase, und du tippst sofort los. Die Größe passt sich automatisch an – pixelgenau wie im Player.
Die unendliche Leinwand (Schema 1.4)
Panels können auf einer durchgehenden Fläche liegen, mit selbst gestalteten Kamerafahrten entlang des Story-Graphs. Auf dem Canvas Layout Board baust du Webtoon-Streifen oder freie 2D-Welten, siehst das Erzähltempo an Abstandsmessern und nutzt Reveal-Modi und Parallax-Dekorationen. Wir haben dem im Juli einen eigenen Beitrag gewidmet; hier steht es der Vollständigkeit halber.
Ein Editor, der verzeiht
- Unbegrenztes Rückgängig und Wiederherstellen für Leinwand, Strukturbaum und Inspektor, mit Verlaufsliste und Befehlspalette.
- Magnetische Ausrichtungshilfen beim Verschieben und Skalieren von Panels; eine HiDPI-fähige Leinwand.
- Mehrere Panels auf einmal kopieren und einfügen, gezielt an einer Position einfügen und Sprechblasen per Kontextmenü in ein anderes Panel verschieben.
- Jedes Werk legt seine Seitenformate fest: Mobil hochkant, Tablet, Desktop, A4 und US-Druck, 16:9-Video. Das erste Bild, das du in ein Panel ziehst, wird in jedem Format automatisch eingepasst.
- Panel-Varianten: alternativer Inhalt für ein Panel, abhängig von Variablen. Im Player gewinnt die erste passende Variante.
- Interaktive Hotspots werden schemakonform gespeichert und vom Player ausgeführt: zu einem Panel springen, Variablen setzen, Extras oder ein Dialogfenster öffnen.
- Eine Übersicht der Tastenkürzel, ein Barrierefreiheits-Tab im Inspektor und ein Hochkontrast-Design.
Assets, die sich selbst organisieren
Zieh Dateien vom Desktop in die Bibliothek – oder direkt auf die Leinwand, dann entstehen Panels und Ebenen in einem Zug. Assets werden in Ordner einsortiert. Über die Asset-Auswahl verweisen Figuren und Extras auf Dateien aus der Bibliothek, statt sie erneut hochzuladen. Jedes Bild bekommt eine responsive WebP-Staffel von 640 bis 2560 Pixeln, und Manifeste liefern für jeden Bildschirm die passende Größe. Meldet die Preflight-Prüfung ein zu großes Bild, optimiert ein Klick es im Hintergrund, und die Sperre fürs Veröffentlichen hebt sich von selbst auf.
Lokalisierung mit Rückweg ins Werk
Die Werkstatt zieht jeden übersetzbaren Text aus dem Werk, du übersetzt, und das Ergebnis fließt zurück in den Inhalt. DeepL übersetzt eine ganze Sprache in einem Durchgang, du bestätigst per Klick. Über CSV oder XLIFF 1.2 können auch externe Übersetzerinnen und Übersetzer oder ein CAT-Tool die Arbeit übernehmen. Translation Memory, ein Glossar pro Werk mit Terminologieprüfung, Hinweise, wo ein Text überall vorkommt, und die Erkennung veralteter Übersetzungen halten auch große Werke sauber. Die Audio-Lokalisierung hängt an der echten TTS-Pipeline, mit Wellenformvorschau und nicht destruktivem Zuschnitt pro Sprechblase.
Analysen, mit denen du arbeiten kannst
Das Dashboard läuft auf einer echten Aggregations-Pipeline: Trends, ein Lesetrichter, Panel-Engagement, Segmente nach Gerät und Sprache, Vergleich mit dem Vorzeitraum, Drill-downs und CSV-Export. Sitzungen im Player, Panel-Aufrufe und abgeschlossene Lektüren laufen über einen abgesicherten öffentlichen Beacon ein. Neu dazugekommen ist eine Klick-Heatmap der Hotspots pro Panel, direkt aus den rohen Events berechnet. So siehst du, wo die Lesenden tatsächlich tippen.
Geld, ehrlich geregelt
Stripe Connect ist live: Du verbindest dein eigenes Konto, und Produkte, Gutscheine und regionale Preise in mehreren Währungen werden dorthin synchronisiert. Webhooks halten beide Seiten auf demselben Stand. Eine Paywall-Übersicht zeigt grafisch, was die Lesenden bei jeder Regel sehen, und der Berechtigungssimulator öffnet den Player aus Sicht jeder beliebigen Leser-Persona. Der Player selbst schaltet das Lesen jetzt anhand echter Berechtigungen frei. Auf Plattformseite greifen jetzt die Tarifgrenzen, und Tarife sowie der einmalige Work Pass lassen sich direkt in der App kaufen.
Veröffentlichen, Vorschau, portable Archive
Beim Veröffentlichen siehst du die echten Pipeline-Schritte. Der Vorgang übersteht einen geschlossenen Browser-Tab, und erzwungenes Veröffentlichen ist abgesichert. Releases haben Notizen, einen Vergleich nebeneinander und eine Rollback-Vorschau mit Änderungen und geschätzter Dauer. Die Preflight-Prüfung behebt Probleme gesammelt automatisch und führt per Deep Link von jedem Problem direkt zum verursachenden Panel. Eine Vorschau-Veröffentlichung erzeugt einen öffentlichen Link, den Prüfende ohne Konto öffnen können.
Schema 1.5 ergänzt Asset-Ordner und einen Lokalisierungsblock auf oberster Ebene – genau das, was ein Werk braucht, um komplett umzuziehen. Das neue Werkarchiv exportiert ein in sich geschlossenes Zip mit Manifest, Sidecar-Datei und allen Original- und Variantendateien. Importierst du es auf einem anderen PanelWave-System oder in ein anderes Team, werden alle Verweise in einer einzigen Transaktion neu zugeordnet. Exporte laufen außerdem jetzt als Batch-Jobs, nutzen Presets und lassen sich mit geänderten Optionen wiederholen.
Kontosicherheit und deine Daten
Optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung mit Wiederherstellungscodes, eine serverseitige Sitzungsverwaltung, in der du einzelne Sitzungen abmeldest, bestätigte E-Mail-Änderungen, Avatar-Upload und Kontolöschung in Eigenregie mit 30 Tagen Bedenkzeit. Automatische Aufräumläufe löschen rohe Analyse-Events nach 24 Monaten und abgelaufene Sitzungen nach 90 Tagen.
Wie es weitergeht
Als Nächstes kommen Video-Export mit Compositing für Videopanels, der Plugin-Marktplatz und eine breitere Öffnung der Beta. Du willst früh dabei sein? Dann ist das Founding-Creators-Programm die Tür – und die Kontaktseite kennt den Weg.

